Dez
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Mein Equipment & wie es mit mir gewachsen ist.

“take time to do what makes your soul happy” – Wahnsinn, wie die Zeit vergeht. Ich kann mich noch so sehr daran erinnern, wie ich vor ein paar Jahren von meinem Brudi meine erste eigenen Spiegelreflexkamera zu Weihnachten bekommen habe – eine gebrauchte Canon 450D mit dem 50mm 1.8. Seitdem hat sich einiges getan – auch wenn es, wie die meisten Fotografen behaupten, nicht auf das Equipment ankommt, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass man – insbesondere als Fotograf – mit seinem Equipment “groß wird”.

Anfangs fotografierte ich alles und jeden – es machte mir einfach riesengroßen Spaß die Kamera immer mit dabeizuhaben – einige meiner engsten Freunde waren auch schon dezent genervt davon… Aber gut, da mussten sie durch. Zu der Zeit achtete ich beim Fotografieren auf gar nichts – weder auf den Bildschnitt, noch auf das Licht und am allerwenigsten darauf WAS ich fotografierte.

Ich war so wundervoll unbefangen. Nach einem knappen Jahr als stolze Spiegelreflexkamerabesitzerin (heute vor ziemlich genau 4 Jahren) buchte ich meinen ersten Fotografieworkshop und von diesem Tag an, schaute ich einfach anders auf die Welt. Ich hielt beim Autofahren Ausschau nach Locations, ich erlebte den Tag in unterschiedlichen “Lichtstimmungen” und ich fand meine absolute Lieblingstageszeit zum Fotografieren (Sonnenauf- oder Sonnenuntergang) und ich konnte mich gegen nichts davon wehren.

Mit der Zeit wuchs auch mein Anspruch an meine Bilder und an mein Equipment. Ich kaufte mir die Canon 60D und dazu das Canon 85mm 1.8 und entschied mich damit für meine Art der Fotografie – die Portraitfotografie. Nach einer kurzen Zeit wurde mir klar, dass der Bildausschnitt von meinem 85mm mich irgendwie zu sehr “einengte” und ich wollte MEHR. Ich kaufte mir das Sigma Art 35mm 1.4 und verlor mein Herz an die Sigma Art Reihe. Niemals zuvor hatte ich so knackscharfe Bilder gemacht – es erforderte Anfangs etwas “Einarbeitung”, aber nach kurzer Zeit konnte ich nicht mehr ohne…

“Glaube an dich, folge deinem Herzen, sei mutig, vertraue auf deine Stärken, tanze im Regen, genieße die kleinen Dinge und höre niemals auf zu träumen”

 

“Was kostet es eigentlich Träume wahr werden zu lassen? Mut! Einfach nur Mut.” – Und dann war er da – der große Tag. Mit einer riesengroßen Portion Schmetterlinge im Bauch, war ich, gemeinsam mit einer Freundin, auf dem Weg nach Düsseldorf. Vorher hatte ich unendlich viele Anbieter abtelefoniert – keiner hatte MEINE Canon 5D III auf Lager und ich wollte sie (wie sollte es auch anders sein) JETZT SOFORT. Also nahm ich den weiten Weg auf mich und stand bei Calumet vor der Kasse mit einer großen Menge Bargeld in der Hand und fühlte mich wieder wie ein kleines Kind kurz vor Weihnachten. Mein Herz schlug im Dauertakt und ich konnte es kaum erwarten sie endlich in meinem Arm zu halten.

Mittlerweile hat sich einiges an Equipment angesammelt – leider auch vieles, was ich so gut wie nie benutze. Die wichtigsten Dinge, die ich derzeit im Bereich der Fotografie besitze und auch im Alltag und bei meinen Kunden sehr viel nutze habe ich mal für euch zusammengeschrieben:

 

Meine Kameras

Canon 5D III

Canon 6D (Backupkamera bei Hochzeiten)

Fujifilm Instax 210 (weil ich sie einfach liebe)

 

Meine Objektive

Sigma 24-35mm 2.0

Sigma 35mm 1.4

Canon 85mm 1.8

 

Lieblingsobjektiv

Sigma 24-35mm 2.0 (Danke an Dini, dass du es mir empfohlen hast)

 

Computer

iMac 5K 27″ Retina

Macbook Pro 15,4″ 2016

 

Software

Lightroom

Photoshop

 

Dinge, die ich unbedingt noch haben mag.

Sigma 50mm 1.4

Makroobjektiv (Detailaufnahmen)

 

Fazit

“The most important piece of equipment in your bag is your attitude.”

Seitdem ich fotografiere, habe ich sehr viele Dinge gekauft, weil ich dachte, dass ich sie unbedingt brauche. Eine ganz besondere Anschaffung war ein Studioblitz für knapp 900 Euro, obwohl ich nie mit dem Gedanken gespielt haben, wirklich mit Blitz zu fotografieren? Ich dachte einfach, dass mich das weiterbringt. Irgendwie teures Lehrgeld, denn es hat mir eigentlich “nur” veranschaulicht, was ich wirklich machen mag – genau das Gegenteil – mit Tageslicht fotografieren.

Im Endeffekt, ist das Wichtigste, was ihr braucht – Spaß und Durchhaltevermögen. Es geht nicht darum, dass ihr euch mit anderen Fotografen vergleicht, sondern dass ihr euren ganz eigenen Weg findet. Lasst euch nicht verunsichern, denn das bringt euch garantiert nicht weiter. Geht raus und fotografiert, sammelt Erfahrungen, trefft euch mit anderen Fotografen, bucht Workshops und entwickelt EURE ganz eigene Sicht auf die Welt.

 

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